Forsthaus Bühren

 

 

 

In den Jahren um 1890 entstanden überall im damaligen Preußen neue Forsthäuser. Auch im Bramwald und im angrenzenden Solling. Ihr Typengrundriss war einheitlich und sogar die Innenausstattung war weitgehend identisch. Das vereinfachte die Planung, Beschaffung der Materialien und verkürzte die Bauphase. Wollte ein Förster den Grundtyp um eine Gaube oder einen Wintergarten erweitern, musste er die Kosten dafür selbst begleichen.

Noch heute erkennt man die Ähnlichkeit der ehemaligen Revierförstereien Röhrmühle bei Hemeln, in Ellershausen vorm Walde, Glashütte, Bursfelde, Brüggefeld und Silberborn-Torfhaus. Selbst im Botanischen Garten in Hannoversch-Münden steht der Grundtyp und auch das frühere Haus der heute noch in Dienst befindlichen Revierförsterei Donnershagen war auf diese Weise gebaut worden - wurde aber später abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Die Revierförsterei Bühren wurde 1893 als solch ein einheitliches Gebäude am westlichen Ortsrand gebaut und 1894 in Dienst genommen. Für fast 110 Jahre war das Gehöft fortan Dienstsitz der für das Revier Bühren zuständigen Forstbeamten. Bis 1910 war dies Förster Stier, bis 1935 Hegemeister Krause und bis 1974 Forstamtmann Kurt Gronemann. Der letzte Förster in Bühren war Forstamtmann Hans Martinez. Nach ihm lösten die Niedersächsischen Landesforsten das Revier Bühren auf und die Gebäude standen für einige Monate leer. Im Herbst 2005 boten die Landesforsten das Gehöft zum Verkauf an. Seither ist es in privater Hand.